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WEC: Alpine holt in Monza seinen zweiten Sieg

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Monza (ITA), 10.07.2022, 19:45 Uhr
Presse-Ressort von: Markus Faber Bericht 5101x gelesen
Alpine A480 vor Toyota
Alpine A480 vor Toyota  Bild: Markus Faber

Monza (ITA) [ENA] Im Highspeed-Tempel von Monza krönte sich das Alpine Team ELF nach heißen sechs-Stunden zum Sieger im vierten Lauf der FIA World Endurance Championship (WEC). Die beiden Toyota komplettierten das Podium. Pole-Setter Glickenhaus Racing schied nach einem Defekt aus.

Das Alpine Team ELF holt den zweiten FIA WEC-Sieg 2022, als Nicolas Lapierre, Matthieu Vaxiviere und Andre Negrao einen verdienten Sieg in Monza besiegeln. Das Rennen wurde in der fünften Stunde auf den Kopf gestellt, als der Kampf um die Führung zwischen dem von Kamui Kobayashi gefahrenen Toyota GR010 Hybrid Hypercar Nr. 7 und Matthieu Vaxivieres Alpine auf der Hauptgeraden in einen Kontakt endete. Kobayashi erleidet einen Reifenschaden und fällt auf den dritten Platz zurück. Er verliert dann weitere Zeit mit einer 90-Sekunden-Stop/Go-Strafe, nachdem ihm die Schuld für den Vorfall zugesprochen wurde.

Damit bleibt ein direkter Kampf bis zur Zielflagge zwischen Vaxiviere und dem von Ryo Hirakawa gefahrenen Nr. 8 Toyota GR010 Hybrid. Der Franzose Vaxiviere gewinnt das Rennen in einem spannenden Finale mit nur 2,782 Sekunden Vorsprung und baut den Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus. Die Mannschaft von Peugeot TotalEnergies hatte ein schwieriges Debüt mit einem Ausfall des Peugeot 9X8 Nr. 93 und einer viertplatzierten Hypercar-Klassifizierung für das Auto Nr. 94, allerdings mit 25 Runden Rückstand nach einem Defekt. Das Team Glickenhaus, der Star am Wochenende und in der ersten Hälfte des Rennens und schien das Geschehen unter Kontrolle zu haben, musste aber mit einem Turboschaden aufgeben.

Alpine A 480
Vor Parabolica
Schikane uno

Realteam by WRT feiert den ersten LMP2-Sieg überhaupt, mit Ferdinand Habsburg, Rui Andrade und Norman Nato am Steuer. Habsburg bekommt nach dem letzten Boxenstopp auf den JOTA Nr. 38 aufschliessen, der von Will Stevens gefahren wird, und zieht mit frischeren Goodyear-Reifen an Stevens vorbei. Der Kampf um den zweiten Platz spielt sich in den letzten 30 Minuten zwischen Stevens und einem angreifenden Nico Mueller im Vector Sport-Einsatz ab. Aber der JOTA behielt die Nase vorn und sicherte den zweiten Platz.

Drama in GTE-PRO Kategorie

Ferrari sah so aus, als würden sie einen brillanten Heimsieg erringen, da der #52 AF Corse Ferrari 488 GTE Evo von Miguel Molina und Antonio Fuoco bereit war, ihren ersten Saisonsieg zu erringen. Aber Corvette Racing hat eine bessere Energiestrategie entwickelt, um genug zu sparen. Nick Tandy und Tommy Milner erringen dadurch einen denkwürdigen Sieg. Molina und Fuoco profitierten von einer Strafe wegen eines technischen Verstoßes für den Schwester-Ferrari #51, der von Calado und Pier Guidi gefahren wurde. Mussten sich aber mit dem zweiten Platz begnügen, als Fuoco in der vorletzten Runde einen Boxenstopp einlegen musste. AF Corse mit der #51 holte sich nach einem harten Kampf mit dem von Estre gefahrenen Porsche mit #92 den dritten Platz.

Harry Tincknell, Christian Reid und Sebastien Priaulx führen Dempsey Proton Porsche Nr. 77 nach einer fehlerfreien Leistung zu seinem zweiten Saisonsieg. Tincknell überholt den auf der Pole-Position sitzenden und in der Klasse führenden Iron Dames Ferrari. Es wurde aber noch mal spannend als Ticknell in den letzten sechs Minuten des Rennens einen Splash-and-Dash-Tankstopp absolvieren musste. Sarah Bovy, Michelle Gatting und Rahel Frey fahren ein exzellentes Rennen und holen sich den zweiten Platz und das beste WEC-Ergebnis aller Zeiten Nr. 46 Team Project 1 Porsche von Matteo Cairoli, Mikkel Pedersen und Nicolas Leutwiller erreicht die letzte Stufe des Podiums.

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