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WEC Bahrain: Peugeot dominiert beide freie Trainings

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Bahrain (BHR), 10.11.2022, 18:36 Uhr
Presse-Ressort von: Markus Faber Bericht 2217x gelesen
Peugeot 9X8 Hybrid
Peugeot 9X8 Hybrid  Bild: Markus Faber

Bahrain (BHR) [ENA] Die zwei 90 minütigen Trainingseinheiten am heutigen Donnerstag auf dem Bahrain International Circuit wurden von Peugeot dominiert. Nach fünf Rennen in der FIA World Endurance Championship (WEC) ist der Kampf um Titel in vielen Klassen auf dem Bahrain International Circuit noch offen.

Mit einer Tagesbestzeit von 1:49,613 Minuten war der Peugeot 9X8 #93 um 0,045 Sekunden schneller als der Toyota GR010 Hybrid #8. Direkt dahinter reiht sich Alpine A480 ein, gefolgt von dem zweiten Toyota #7. Die Fahrerwertung könnte enger nicht sein. Die diesjährigen Le-Mans-Sieger Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, die den #8 GR010 Hybrid fahren, sind punktgleich mit ihren Rivalen in der #36 Alpine, was bedeutet, dass der Titel an die Crew geht, die am Samstag am besten abschließt.

Die amtierenden Weltmeister Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López behalten im #7 GR010 Hybrid eine mathematische Chance auf ihren dritten Titel in Folge. Sie liegen 26 Punkte zurück, haben in Bahrain noch 39 Punkte zu holen und können sich die Krone schnappen, wenn ihre Konkurrenten nicht ins Ziel kommen. In der Herstellerwertung ist TOYOTA GAZOO Racing in greifbarer Nähe, den Titel zum vierten Mal in Folge zu gewinnen. Mit 26 Punkten Vorsprung nach fünf Runden ist eine weitere Weltmeisterschaft garantiert, wenn mindestens einer der beiden GR010 Hybrids die Zielflagge erreicht.

Denn in Bahrain bestreitet die WEC ein 8-Stunden-Rennen, dementsprechend wird die eineinhalbfache Punktzahl ausgeschüttet. Der Schlüssel für die Top 10 lautet: 38-27-23-18-15-12-9-6-3-2. Außerdem erhält jedes weitere Fahrzeug im Ziel einen Punkt, ebenso gibt es einen Punkt für die Pole-Position in allen Klassen. Am Rande der BAPCO 8h of Bahrain gab der Technikchef von Toyota Pascal Vasselon bekannt, dass es für die WEC-Saison 2023 kein neues Hypercar entwickelt wird. Stattdessen wird man den GR010 Hybrid durch verschiedenen Evolutionsstufen weiterentwickeln.

Freies Training am Mittag

Nach den ersten 90 Minuten der freien Trainings waren beide Peugeot 9X8 Hypercars die Zeitschnellsten. Bereits in Runde sieben setzte der Franzose Jean-Eric Vergne im Peugeot #93 in der Mittagssonne von Bahrain mit 1:50,536 Minuten die Bestzeit. Sein Teamkollege Nico Müller (CHE) fuhr mit einem Abstand von 0,877 Sekunde auf die zweite Position. Begleitet durch den Donner der Düsenjets durch die Bahrain Air-Show in der Nähe der Strecke wurde Toyota Dritter. Der Gazoo Racing #7 GR010-Hybrid Hypercar in den Händen von Kamui Kobayashi (JPN) fuhr mit 0,262 Sekunden knapp zu dem zweitplatzierten Peugeot auf. Das Alpine ELF Team startet solide in die Woche der Titelherausforderung, als Nicolas Lapierre (FRA) Les Bleues mit einer Bestzeit.

Gemeinsame Punkteführer mit Alpine, der #8 Toyota-Crew von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, beendet die Session als Fünfter, wobei Buemi mit einer Runde von 1:51,917 die schnellste Runde fuhr. Aber nach einem Doppelsieg auf dem Fuji Speedway in der vorherigen Runde hat das Team größere Ambitionen in Bahrain, wo es sieben der 10 WEC-Läufe gewonnen hat, und strebt den sechsten Sieg in Folge auf der 5,412 km langen Strecke an.

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Sonnenuntergang in Bahrain

Das zweite freie Training fand kurz nach Sonnenuntergang statt, damit sich die Teams auf das Tag-Nacht-Rennen am Samstag vorbereiten können. Peugeot TotalEnergies holt sich im zweiten 90-minütigen Freien Training auf dem Bahrain International Circuit die schnellste Runde. Als die Dämmerung auf der Wüstenstrecke einsetzt, fährt Paul di Resta im Peugeot 9X8 Hypercar Nr. 93 eine rasante Runde von 1:49,613 Sekunden. Der Schotte di Resta schlägt das frühe Tempo setzende Nr. 8 Toyota GR010 Hybrid Hypercar, das in der ersten Hälfte der Session in den Händen von Brendon Hartley die Zeiten angeführt hatte.

Hartley hatte eine Runde von 1.49,658 Minuten gefahren, als er und seine Teamkollegen Sebastien Buemi und Ryo Hirakawa darauf abzielten, den WEC-Titel 2022 zu ihrem Triumph in Le Mans im Juni hinzuzufügen. Das Alpine ELF Team, punktgleich mit der Nr. 8-Crew, belegt den dritten Platz, während Mathieu Vaxiviere innerhalb von 0,032 Sekunden auf Hartleys Zeit kommt. Die ersten drei Autos trennen lediglich 0,077 Sekunden. Der Nr. 7 Toyota GR010 Hybrid ist Vierter, während Mike Conway eine Bestzeit von 1.49,773 Minuten behauptet, vor dem zweiten Peugeot.

Gustavo Menezes ist der schnellste Fahrer für das Auto Nr. 94, da sich das Team den größten Teil der Session auf Renntempo und lange Läufe zu konzentrieren scheint. Nach einem einstündigen Abschlusstraining am Freitagmorgen findet am Abend das Qualifying über 10 Minuten statt und das Rennen beginnt am Samstag um 14 Uhr Ortszeit (Mittag MEZ).

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