Sonntag, 19.08.2018 18:01 Uhr

WEC Prolog: So ist der neue Toyota für die Saison 2018/19

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Le Castellet (FRA), 05.04.2018, 22:01 Uhr
Presse-Ressort von: Markus Faber Bericht 7219x gelesen
Toyota bei Präsentation der WEC Fahrzeuge
Toyota bei Präsentation der WEC Fahrzeuge  Bild: Markus Faber

Le Castellet (FRA) [ENA] Vor dem offiziellen Prolog für die Supersaison 2018/19 der World Endurance Championship (WEC) in Le Castellet am 6. und 7. April präsentiert Toyota als einziges LMP-1 Werksteam, den überarbeiteten Toyota TS050 Hybrid. Das Mindestziel für die Japaner in der ist der Sieg in Le Mans und der WEC-Titel.

Toyota ist der einzig verbliebene Hersteller in der LMP-1 Klasse der WEC. Mike Conway (GBR), Kamui Kobayashi (JPN) und Jose Maria Lopez (ARG) teilen sich das Auto mit der Startnummer 7, während sich Sebastien Buemi (CHE) und Kazuki Nakajima (JPN) in dieser Saison im Cockpit der Startnummer 8 mit dem prominenten Neuzugang Fernando Alonso (ESP) abwechseln werden. Anthony Davidson (GBR) wird dem Team als Ersatz- und Entwicklungsfahrer erhalten bleiben.

Es gab über den Winter diverse Anpassungen an das Regelwerk um die Privatteams für die WEC attraktiv zu machen. Das neue Reglement gesteht den privaten LMP1-Teams, die ohne Hybridtechnologie antreten, einen Energieverbrauch von 210,9 Megajoule (MJ) je Runde in Le Mans zu. Die beiden TS050 sind dagegen auf 124,9 MJ begrenzt, wovon acht MJ auf den Hybridantrieb entfallen. Auch die Treibstoff-Durchflussmenge wurde für den TS050 eingeschränkt, sie wurde auf 80 Kilo pro Stunde reduziert, während der Konkurrenz Kilo pro Stunde zugestanden wird. Zusätzlich dürfen die nicht über Hybridantrieb verfügenden LMP1-Rennwagen 45 Kilo leichter antreten.

Der 1.000 PS starke Hybrid-Elektrik-Antriebsstrang wurde auf verbesserte Zuverlässigkeit hin modifiziert, auch um den Reglementsänderungen Rechnung zu tragen. In allen anderen Bereichen ist das Fahrzeug, das die Saison 2017 mit drei Siegen in Folge erfolgreich beendete weitestgehend identisch. Kleine Veränderung an der Aerodynamik konnten seither innerhalb der strikten Homologationsregeln verändert werden. Das 2018er Auto verfügt zudem über eine nach hinten gerichtete Gentex-Kamera, sodass die Fahrer erstmals den nachkommenden Verkehr auf einem Bildschirm im Cockpit im Auge behalten können.

Stimmen zur neuen Saison

"Wir freuen uns alle auf die kommende Saison, die in mehrerlei Hinsicht einzigartig sein wird. Le Mans gleich zweimal in einer einzigen Saison zu haben, ist wirklich etwas sehr Besonderes, aber auch, dass wir mit Fernando in der WEC einen Beitrag dazu leisten dieser Meisterschaft nennenswert zu mehr Popularität zu verhelfen, und dass das Reglement in diesem Jahr uns vor neue Herausforderung stellt", sagte Teamchef Rob Leupen. Das LMP1-Werksteam muss "effizienter als je zuvor sein, um unsere LMP1-Rivalen schlagen zu können. Denn die dürfen mehr Energie verbrauchen und profitieren von einer höheren Treibstoff-Durchflussmenge, sowie einem geringeren Fahrzeuggewicht".

"Wir hassen es zu verlieren, also kann unser Ziel nicht deutlicher formuliert werden. Der Sieg in Le Mans und der WEC-Titel müssen her." Der Technische Direktor Pascal Vasselon ergänzt: "Im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren sind die Verbesserungen an unserem 2018er Auto gegenüber dem Vorjahr überschaubar, wir haben lediglich ein verbessertes Kühlsystem und eine Weiterentwicklung der 2017 homologierten Karosserie. Was die reine Leistung betrifft, so hatten wir in den letzten vier Jahren ein Auto, das schnell genug war, um in Le Mans bei drei Gelegenheiten Siegchancen zu haben, ohne grundsätzliche Zuverlässigkeitsprobleme zu haben."

Alonsos Debüt in der WEC

"Auf den besten Rennstrecken der Welt zu fahren, wie etwa Le Mans, und das mit einem der besten Teams der Welt, wie Toyota, das ist ein Privileg und für mich ein wahrgewordener Traum. Das Auto ist unglaublich, etwas sehr Spezielles", sagt Fernando Alonso. "Ich denke ich bin am rechten Ort und dem richtigen Team. Ich bin vollauf begeistert von diesem Projekt. Ich kann den Juni kaum erwarten, weiß aber auch, dass ich vor diesem großen Rennen noch an mir arbeiten und auch das Rennen in Spa angehen muss, denn ich habe Respekt vor Le Mans. Ich werde fit, gut vorbereitet und einsatzklar sein."

"Ich fühle mich sehr gut und kann es kaum erwarten wieder Rennen zu fahren. Le Mans ist unser größtes Rennen der Saison und wir haben in so vielen Aspekten daraufhin gearbeitet, sodass wir hoffentlich auf alles Mögliche vorbereitet sind. In 2013 beendete ich meinen zweiten Auftritt auf einem Podiumsplatz und ich dachte damals, dass es vielleicht nicht so schwierig sein wird zu siegen", meinte Sebastien Buemi. "Doch obwohl wir in den letzten paar Jahren ein konkurrenzfähiges Auto hatten, erwies es sich als sehr schwierig diesen Sieg zu erringen. Die WEC scheint in diesem Jahr eine große Herausforderung zu werden mit zehn LMP1-Rennwagen am Start.

Wir wissen noch nicht, was die anderen Teams in Sachen Performance ausrichten können, konzentrieren uns daher auf uns selbst. Es gibt nur ein einziges Ziel: Den Sieg. Ich freue mich auf diese Herausforderung.". "Hybrid-Rennwagen zu fahren ist immer aufregend", kommentierte Kazuki Nakajima. "Wir wissen, wir haben gute Chancen zu siegen, doch wir mussten ja schon eine Menge Dramen im Rennen durchleben. Wir müssen uns deshalb auf die Vorbereitung fokussieren, denn die Herausforderung lautet in Le Mans das Rennen zu Ende zu fahren, ohne dass technische Defekte oder menschliches Versagen zum Ausfall führen. Man geht eine enorme Herausforderung ein und bislang konnten wir nicht immer nach Wunsch bestehen."

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