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WEC: Sieg und Hattrick für Toyota in Bahrain

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Bahrain (BHR), 19.11.2017, 09:37 Uhr
Presse-Ressort von: Markus Faber Bericht 6366x gelesen

Bahrain (BHR) [ENA] Toyota hat zum Ende der WEC-Saison 2017 einen Hattrick gelandet und den dritten Sieg in Folge in der World Endurance Championship (WEC) eingefahren. Anthony Davidson, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima haben sich den Sieg bei den 6 Stunden von Bahrain geholt. Sie siegten mit mit einer Runde Vorsprung auf den Porsche der Weltmeister Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley.

Der zweite Porsche gefahren von Neel Jani, Andre Lotterer und Nick Tandy kam auf Rang drei. Lediglich zu Beginn war Porsche eine kurze Phase der Herrlichkeit beim Abschied aus der LMP1-Kategorie vergönnt. Beim Start konnte sich der von Platz drei gestartete Timo Bernhard auf die zweite Position schieben und sorgte für eine Doppelführung. Die Herrlichkeit war jedoch schnell vorbei: Bernhard sammelte einen umgefahrenen Poller auf, den er wegen Gegenlichts nicht sehen konnte. Die Pylone verfing sich tief im Unterboden, was einen Boxenstopp notwendig machte, der eine Minute kostete.

Die Teamkollegen konnten sich an der Spitze nicht lange halten. Nach dem Restart dauerte es nicht lange, bis beide Toyotas Neel Jani überrumpelten und an der Spitze davon fuhren. Das Rennen schien wie schon in Schanghai zu Gunsten Toyotas entschieden, doch die Ereignisse aus China duplizierten sich: Kurz vor Rennhälfte kollidierte Kamui Kobayashi im Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) mit dem Porsche #92 (Estre/Christensen) aus der GTE Pro, der dort um den Sieg kämpfte. Toyota behob Schäden an Seitenkasten, Motorabdeckung und Unterboden in Blitzarbeit unter fünf Minuten - zweieinhalb Runden zogen allerdings ins Land. Der Porsche war aus dem Rennen raus, die Kollision löste zudem eine Full Course Yellow (FCY) aus.

Bemerkenswert: Eine Stop-&-Go-Strafe für die Kollision gab es für den Toyota erst 20 Minuten vor Schluss. Eine Stunde später knallte es wieder in der ersten Kurve, diesmal zwischen Nick Tandy und dem Gulf-Porsche #86 (Wainwright/Barker/Foster) aus der GTE Am. Die Reparatur kostete eine Runde und der 919 Hybrid fiel auf Rang drei zurück. "Ich dachte, er lässt die Türe offen, weil es aussah, als würde er Platz machen", erstattet Tandy Rapport. Obendrein gab es noch eine Durchfahrtsstrafe, die aber nichts an der Position veränderte. Dennoch: Das Porsche-Dreamteam Jani/Lotterer/Tandy geht ohne Sieg wieder auseinander.

Damit war nur noch der Toyota #8 ohne außerplanmäßigen Stopp unterwegs und hatte einen beruhigenden Vorsprung von 1:20 Minuten auf den Porsche #2, der nach seinen anfänglichen Problemen keine Aussicht mehr auf den Sieg hatte. Toyota holte den fünften Saisonsieg und hat damit am Ende der WEC-Saison 2017 einen Sieg mehr auf dem Konto als Porsche.

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