Sonntag, 19.08.2018 18:01 Uhr

WEC Spa-Francorchamps: Erster WEC-Sieg für Alonso

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Spa-Francorchamps (BEL), 05.05.2018, 22:41 Uhr
Presse-Ressort von: Markus Faber Bericht 6229x gelesen
Toyota Finish
Toyota Finish  Bild: Markus Faber

Spa-Francorchamps (BEL) [ENA] Das erste Rennen der World Endurance Championship (WEC) in der Super-Saison 2018/19 im belgischen Spa-Francorchamps endete mit einem Doppelsieg für Toyota. Der TS050 #8 mit Buemi/Nakajima/Alonso an Bord überquerte nach 163 Runden als Erster die Ziellinie.

Nach der gestrigen Disqualifikation des Polesetters, der Toyota mit #7, erbte das Schwesterauto und damit auch Fernando Alonso (ESP) die Pole-Position. Und diese sollte das Fahrertrio bis zum Ende nicht wieder hergeben. Nach einer Husarenritt durch das gesamte Feld rundete sich das Schwesterauto #7 wieder zurück und wurde mit 1,444 Sekunden Rückstand am Ende zweiter. Dritte wurde der Rebellion #1 mit Andre Lotterer (DEU), Neel Jani (CHE) und Bruno Senna (BRA) mit zwei Runden zurück.

Das disqualifizierte Trio Mike Conway (GBR), Kamui Kobayashi (JPN) und Jose Maria Lopez (ARG) wurden in die Boxengasse strafversetzt und mussten das Rennen mit einer Runde Rückstand aufnehmen. Damit waren jegliche Siegchancen gleich null. Alle Fahrzeuge kamen vom Start gut weg und passierten La Source ohne Zwischenfälle. Die beiden Rebellion als schnellstes Privat-Team versuchten in der Anfangsphase den führenden Toyota unter Druck zu setzen. Auf den langen Geraden war der mit Hybridantrieb ausgestattete Toyota klar im Vorteil. In den langsameren Passagen kam der Rebellion #1 mit Lotterer am Steuer immer näher ran, aber zum überholen reichte es dann doch nicht.

Aber es gab bereits in der ersten Runde im Bereich Les Combes eine Berührung zwischen dem Gulf Porsche und einem Ferrari. Der Porsche #86 schlug in die Reifenstapel ein und schied aus. Eine von 3 Safety-Car Phasen war die Folge. Nach einer Runde durfte Mike Conway (GBR) im Toyota #8 aus der Boxgasse starten und pflügte von hinten erstmal durch das gesamte GT-Feld. Nach einer Stunde Rennzeit gab es wie schon im Qualifying einen heftigen Abflug in der Eau Rouge. Diesmal erwischte es Harry Tinckwell (GBR) im Ford GT #67 vom Chip Ganassi Team. Aus eigener Kraft konnte er aus dem vorne völlig zerstörten Fahrzeug steigen und wurde in das Medical Center gebracht.

Eine erneute Safety-Car Phase brachte den führenden Toyota #8 um zwar die Früchte seiner Arbeit, allerdings konnte er nach der Freigabe des Rennens die Führung schnell wieder ausbauen. Zur Halbzeit waren 78 Runden zurückgelegt und die Fans sahen insgesamt über 2000 Überholmanöver. An der Spitze gab es erwartungsgemäß die Doppelführung von Toyota gefolgt vom Doppelpack der Rebellion. Zwischenzeitlich war ein SMP Racing Bolide als Sandwich zwischen den beiden Rebellion. Aber dann, eine Stunde vor Ende des Rennens gab es einen Abflug des SMP-Racing mit #17 mit Matevos Isaakyan (RUS) Ausgangs Eau Rouge. Auch hier konnte der Fahrer selbstständig seinen Boliden verlassen.

Insgesamt nahm das Rennen mit dem Doppelsieg von Toyota einen erwartungsgemäßen Ausgang. Auch die beiden Rebellion an dritter und vierter Position überraschen nicht wirklich, es ist das einzige Privat-Team was mit den Werkstoyota irgendwie mithalten kann. Als nächstes stehen die 24 Stunden von Le Mans am 16./17. Juni auf dem Programm.

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