Wærenskjold gewinnt spektakulären Prolog in Essen
Essen (DEU) [ENA] Ein spektakulärer Auftakt in Essen versprach nicht nur die Kulisse der altehrwürdigen Zeche Zollverein, sondern auch das spannende Zeitfahren welches Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility) mit nur fünf Zehnteln vor Samuel Watson (INEOS Grenadiers) und 1,8 Sekunden vor Marco Haller (Tudor Pro Cycling Team) für sich entscheiden konnte. Bester Deutscher im Prolog war Marius Mayrhofer (Tudor Pro Cycling) auf dem 14. Platz.
Damit geht Wærenskjold als erster Träger des Blauen Trikots und Gesamtführender auf das zweite Teilstück nach Herford. Die Lidl Deutschland Tour begann mit einem Prolog über 3,1 Kilometer auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein mitten im Ruhrgebiet. Gestartet wurde vor der markanten Kulisse des Industriedenkmals auf Höhe des Schachts 1/2/8. Die flache, aber technisch durchaus anspruchsvolle Strecke versprach ein Hochgeschwindigkeits-Spektakel, das mit knappen Zeitabständen für Spannung sorgen wird. In den letzten Jahren hat eine einzige Sekunde über den Start der Rundfahrt entschieden.
Wærenskjold feierte seinen 16. Sieg als Profi, den vierten in diesem Jahr. „Der letzte in einem Prolog ist aber schon ein paar Jahre her“, so der Auftaktsieger, der zum ersten Mal bei der Lidl Deutschland Tour dabei ist. „Ich war ein wenig nervös und auch aufgeregt, denn um hier etwas zu erreichen, muss man die ganze Zeit Vollgas fahren. Entscheidend war aber auch, schnell aus den Kurven zu kommen. Und ein gutes Warmup.“ Der 25-Jährige ist durchaus als Zeitfahrspezialist einzuschätzen, war 2022 U23-Weltmeister im Kampf gegen die Uhr. Allerdings hat Waerenskjold auch schon Siege im Sprint eingefahren.
„Es warten jetzt noch eine oder zwei härtere Etappen auf uns – und natürlich die Massensprints. Wir haben eine paar schnelle Jungs hier und hoffen, dass wir auch am Ende noch in der Gesamtwertung eine gute Rolle spielen können.“ Bester Deutscher im Prolog war Marius Mayrhofer (Tudor Pro Cycling) als 14., fünf Sekunden hinter dem Sieger. Vor Wærenskjold hatten sechs andere Fahrer das Rennen zwischenzeitlich angeführt. Die 3:31,8 Minuten, die der knapp zwei Meter große Profi auf die Straßen des Geländes der Zeche Zollverein brannte, entsprechen einem Schnitt von 52,69 km/h.
Wie kaum eine andere Stadt in Deutschland, hat Essen eine starke Wandlung durchlebt. So liegen rund 1.160 Jahre wechselvoller Geschichte hinter ihr. Damit ist Essen älter als Berlin, München oder Dresden. Gegründet um 850 als Stift für Töchter des sächsischen Hochadels, an Größe gewonnen durch Kohle, Krupp und Stahl, ist Essen heute "Kulturhauptstadt Europas" (2010), "Grüne Hauptstadt Europas" (2017), attraktiver Messe- und Wissenschaftsstandort und die Heimat von rund 590.000 Menschen. Hier finden sich sattgrüne Wiesen und Felder neben begehbaren Abraumhalden, Kunst von Weltrang vereint mit rauer Industriekultur sowie flirrendes Nachtleben und idyllische Fachwerkromantik.




















































